Meine Entdeckung eines neuen Kontinents (1)

Zurück aus dem Urlaub, das Zwischenseminar in Sucre ist nun auch schon vorbei – ich fühle mich erholt und motiviert für die nächsten Monate! Jetzt ist schon fast Halbzeit meines Jahres hier in Bolivien. Am Montag geht meine Arbeit in der Schule weiter und ein bisschen später bekommen wir dann auch einen neuen Kurs bei der Marine. Jetzt geht es endlich zurück in die „Heimat“: nach Puerto Quijarro. Ich hab mich schoneinmal auf endloses schwitzen und viele Mücken eingestellt, das soll wohl jetzt sehr schlimm sein im Februar. Besonders aufpassen muss man da auf Dengue, diese Mücken breiten sich am schnellsten in kleinen Pfützen oder herumstehenden Wassereimern aus, kurz gesagt, in offenen Gewässern. Toll dazu natürlich, dass ich am grössten Binnenfeuchtgebiet der Erde lebe, dem Pantanal. Aber mich scheinen die Mücken nicht ganz so gerne zu haben, ganz zum Leid meiner Mitbewohnerin.

Ein neuer Kontinent? Ich lebe zwar nun schon seit fast einem halbem Jahr hier in Südamerika, aber da ich die Chance hatte, knapp einen Monat zu reisen, kenne ich nun soviele tolle Orte hier und kann und möchte auch behaupten, dass ich Bolivien jetzt besser verstehe. Ein Land verstehen? Ja, das geht nicht so schnell. Besonders bei diesem Land, dass so bunt ist. Beispielsweise La Paz im Westen oder Santa Cruz im Osten – wenn man es nicht wüsste, würde man denken man ist in zwei verschiedenen Ländern. Sogesehen habe ich also ein ganz neuen Kontinent für mich entdeckt.

Meine Reise führte mich von La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, auf die Isla del Sol, die Sonneninsel, wo nach einer Legende her die Menschheit entstanden sein soll, weiter in die unglaubliche Salar de Uyuni, zu Lagunen mit Flamingos und endlosen Weiten in Wüsten. In Potosi, einst die reichste und grösste Stadt Südamerikas, begab ich mich tief hinein in eine gar nicht so ungefährliche Mine und in Arica in Chile schwebte ich hoch in den Wolken über dem Pazifik ….

Ein kleiner Vorgeschmack meiner Entdeckung. Ein ausführlicherer Bericht und schöne Fotos folgen demnächst, da ja wie ihr wisst, leider das Internet hier nicht überall so bombastisch ist.

Das viertägige Zwischenseminar war sehr schön. Informativ – wir haben von Max Steiner, dem Präsidenten meiner Organisation (Hostelling International) viele neue Dinge über Bolivien erfahren, zum Beispiel über die Entstehung dieses Landes und über aktuelle Dinge, wie ein anstehendes Volksreferendum im Februar. Interessant – jeder Freiwillige hat einen Vortrag auf Spanisch über seine Arbeitsstelle und sein Leben hier gehalten. Das kommt euch Spanisch vor? Wir können mittlerweile alle sehr gut Spanisch sprechen, uns also nicht mehr. 😉 Gefährlich – ein Selbstverteidigungskurs stand auch auf dem Programm. Mit einigen blauen Flecken aber auch sinnvollen Griffen habe ich auch den überstanden. Steinig – einen Tag sind wir einen Original Inka Pfad entlanggelaufen, dort hatte man eine spektakuläre Aussicht, danach allerdings auch einige Blasen an den Füssen, da die alten Inka nicht gerade auf Komfort ausgerichtet waren. Lustig – endlich war mal wieder unsere grosse Freiwilligengruppe zusammen und das wurde dann am letzten Abend auch gebührend gefeiert. Alle zusammen sind wir erst wieder beim Abfug im Juli, was eigentlich wirklich schade ist.

Aber jetzt wird nicht an den Abflug gedacht, sondern an den zweiten Teil meines Abenteuers hier am anderen Ende der Welt!

Bis bald

Eure Laura

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